WordPress Ladezeit verbessern

Warum die Ladezeit so wichtig ist habe ich bereits in diesem Artikel erklärt. Was aber tun, wenn die Website länger als 3 Sekunden lädt? Jedenfalls sollten Sie sich nicht gleich auf WordPress trennen. Denn WordPress ist und bleibt das beliebteste CMS weltweit und das zurecht! Andere CM-Systeme sind was die Ladezeiten betrifft auch nicht besser. Und der große Vorteil von WordPress, dass so gut wie alles anpassbar ist, lässt sich auch bei der Optimierung der Ladezeit nutzen.

10 Tipps zur Optimierung der Ladezeit mit WordPress:

  1. Ladezeit richtig messen: Ob eine Optimierungen die Ladezeit tatsächlich verbessert hat,  lässt sich nur mit einer richtigen Messung bestimmen. Google Page Speed ist mir hier zu ungenau. Weshalb ich auf pingdom oder gtmetrix verwiese. Diese Analysetools messen nicht nur genau, sondern bereiten das Messergebnis detailliert auf.  Details verraten dann auch wo genau sich eine Optimierung lohnt.
  2. Daten-Komprimierung nutzen: Die meisten Hoster unterstützen eine gZip Komprimierung, welche Dateien serverseitig komprimiert und damit Bandbreite einspart. Prüfen Sie bei giftofspeed, ob Ihr Hoster gZip einsetzt. Tut er das nicht, empfehle ich den Wechsel zu einem anderen Anbieter. Sollte ein Wechsel nicht möglich sein, können Sie mit entsprechenden Plugins die Komprimierung selbst veranlassen. Allerdings ist dies Methode in Abhängigkeit der Servereinstellungen nicht immer erfolgreich.
  3. Datenbank pflegen und optimieren: Jede Datenbank sammelt Daten, die für den Betrieb der Website nicht erforderlich sind. Mit der Zeit sammeln sich so viele Daten, dass sich dies auf die Ladezeit auswirkt. Deshalb sollte die Datenbank gepflegt und regelmäßig von unnützen Daten befreit werden. Auch hier gibt es zahlreiche Plugins, die Ihnen erlauben die Datenbank vom WordPress-Backend aus zu pflegen. Aber auch wenn Sie hier keine SQL Befehle schreiben müssen, sollte Sie wissen was Sie tun. Ein Datenbank Backup vor jedem Eingriff ist Pflicht!
  4. CSS und JS komprimieren: Stylesheets und Javascypt Daten können schnell eine ordentliche Dateigrößer erreichen. Die Größe dieser Dateien kann einfach reduziert werden, indem Kommentare und Leerzeichen entfernt werden. Selbstverständlich gibt es für diese Aufgabe entsprechende Tools. Neben einer Kompremierung ist vor allem eine Zusammenfassung unterschiedlicher Dateien sinnvoll. Dies reduziert die Anfragen an den Server (HTTP request) und beschleunigt somit die Ladezeit.
  5. Bilder optimieren: Redakteure machen sich oft keine Gedanken über die richtige Auflösung von Bildern. Oftmals werden noch nicht mal die passende Bildgrößen  gewählt, die WordPress vor der Platzierung eines Bildes abfragt – siehe Abb. 1
    Abb. 1
    Bilder sollten aber nicht nur in der richtigen Größe, sondern auch in der richtigen Auflösung eingesetzt werden. Also nicht wie im Druckbereich mit 300dpi, sondern da wir uns im Bildschirmbereich befinden mit 72 / 96 dpi. Wenn Sie die Bilder dann noch richtig komprimieren (z.B. in Photoshop) haben Sie alles richtig gemacht. Ihre Bilder sind dann optimal aufbereitet und hintern Ihre Website nicht weiter daran zügig zu laden.
  6. Lazy Load nutzen: Falls Ihre Website nicht nur ein Bild im Kopfbereich hat. Sondern weitere Bilder beim scrollen folgen, kann die Lazy Load Technik verhindern, dass diese Bilder beim Aufruf der Website geladen werden. Was dazu führt, dass Ihre Nutzer schneller etwas zu sehen bekommen. Denn nach dem Aufruf einer Website muss zunächst erste der oberere Bereich zu sehen sein. Bilder die weitere unten positioniert sind werden erst mit dem scrollen geladen (lazy load).
  7. Serverseitiges Caching nutzen: Inhalte die immer wieder gezeigt werden, können in einem Cache zwischengespeichert und so schneller ausgeliefert werden. Die richtigen Einstellungen für den Cache sind dabei wichtig. Denn Ihre Website soll stets die neuesten Informationen zeigen. Änderungen an der Website sind somit dem Cache mitzuteilen.
  8. Gutes Hosting: Ein guter Hoster ist ein schneller Hoster. Sprich die Antwortzeit des Servers sollte bei unter 200ms liegen. Finden Sie mit bitcatcha heraus, wie schnell Ihr Server antwortet.
  9. Resourcen lokal einbinden: Generell sind alle Resourcen, wie JS Bibliotheken oder Google Fonts lokal einzubinden. Dies erspart den Verbindungsaufbau zu einem weiteren Server. Ihre Website kann so schneller laden. Zudem umgehen Sie evtl. Datenschutzverletzungen.
  10. WordPress Einstellungen optimieren: Viele WordPress Standardeinstellungen und Funktionen werden oft nicht gebraucht und bremsen nur die Ladezeit aus. Deaktivieren Sie deshalb alle Funktionen, die Ihre Website nicht nutzt. Meist sind dies: Pingbacks, Revisions,  Emojis, Gravatars, RSD Tag, WordPress API im Header
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